Inhaltsverzeichnis:
- Zusammenstöße am Alexanderplatz
- Blockade in Berlin-Wedding
- Versammlung am Leopoldplatz
- Greta Thunberg nahe Gazastreifen festgenommen
Zusammenstöße am Alexanderplatz
Am Berliner Alexanderplatz kam es am Abend zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Nach Angaben einer Polizeisprecherin beteiligten sich in der Spitze rund 800 Personen. Zunächst verlief die Versammlung friedlich. Dann setzten sich mehrere Teilnehmer auf die Straßenbahngleise. Einsatzkräfte forderten sie auf, die Gleise zu räumen. Kurz darauf kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen.
Die Polizei löste die Demonstration auf und nahm etwa 50 Personen fest. Mehrere Beamte wurden leicht verletzt, mussten aber nicht ins Krankenhaus. Zudem wurden verbotene Parolen gerufen und Pyrotechnik gezündet. Auch Flaschenwürfe wurden registriert. Der Straßenbahnverkehr war zeitweise lahmgelegt.
Blockade in Berlin-Wedding
Zuvor hatten etwa 150 propalästinensische Aktivisten die Müllerstraße in Berlin-Wedding blockiert. Sie hatten sich in der Nähe des Leopoldplatzes versammelt. Dort riefen sie Parolen wie „Free, Free Palestine“ und „Stop the Genocide“. Anschließend marschierten sie die Müllerstraße entlang. Für kurze Zeit kam der Verkehr vollständig zum Stillstand.
Nach dem Einschreiten der Polizei kam es zu einer Verfolgungsjagd. Ein Demonstrant warf dabei ein Verkehrsschild auf die Straße, mindestens eine Person wurde festgenommen. Im weiteren Verlauf versammelten sich rund 300 Menschen unangemeldet erneut auf der Müllerstraße. Unter Rufen wie „Wir werden nicht schweigen“ und „Stoppt die Bombardierung“ hielten sie ihre Kundgebung fort.
Versammlung am Leopoldplatz
Die Polizei bot den Teilnehmern an, sich regulär am Leopoldplatz zu versammeln. Rund 300 Personen folgten dem Vorschlag. Dort wurden Palästina-Flaggen geschwenkt. Die Demonstranten bezeichneten Israel als „Terror-Staat“ und forderten die Bundesregierung auf, sich für die festgenommenen Aktivisten der Gaza-Flottille einzusetzen.
- Teilnehmer: etwa 300
- Ort: Leopoldplatz
- Forderungen: Einsatz für festgenommene Aktivisten
- Symbole: Palästina-Flaggen
Gegen 21 Uhr löste sich die Versammlung selbst auf.
Greta Thunberg nahe Gazastreifen festgenommen
Parallel zu den Berliner Protesten kam es zu einer weiteren Aktion. Die Klimaaktivistin Greta Thunberg wurde zusammen mit Unterstützern nahe dem Gazastreifen festgenommen. Die Gruppe hatte zu zivilem Ungehorsam aufgerufen. Ihr Ziel war es, ein Zeichen gegen das Vorgehen der israelischen Marine zu setzen.
Die Aktion war am U-Bahnhof Leopoldplatz angekündigt. Hunderte Polizisten befanden sich dort bereits im Einsatz. Dennoch überraschte die spontane Straßenblockade die Beamten.
Die Polizei war mit mehreren Hundert Kräften im Einsatz. Weitere Einzelheiten zum Ablauf konnte sie bislang nicht nennen.
Die Proteste in Berlin zeigten deutlich die Spannungen rund um den Konflikt im Nahen Osten. Sie machten sichtbar, wie schnell Demonstrationen in der deutschen Hauptstadt eskalieren können.
Quelle: Berliner Morgenpost. YouTube, WELT