Inhaltsverzeichnis:
- Rabea Rogge startet mit „Fram2“ von Florida
- Neben Rogge gehören zur Crew:
- Technikmuseum Berlin gibt Otto-Lilienthal-Medaille mit
- Ausbildung in Norwegen und zufällige Begegnung mit Chun Wang
- Über 100 Kilometer Höhe zur offiziellen Astronautin
Rabea Rogge startet mit „Fram2“ von Florida
Der Start der Mission ist für Dienstag, 3:46 Uhr deutscher Zeit, vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida geplant. Rabea Rogge wird als Pilotin gemeinsam mit drei weiteren Personen ins All fliegen. Die Mission „Fram2“ soll für knapp vier Tage die Erde aus einer polaren Umlaufbahn erkunden. Diese Flugbahn erlaubt es, auch die Polarregionen zu überfliegen, was wissenschaftlich besonders wertvoll ist.
Neben Rogge gehören zur Crew:
Chun Wang aus Malta – Missionsleiter und Finanzier,
Jannicke Mikkelsen aus Norwegen – Fahrzeugkommandantin,
Eric Philips aus Australien – Expeditionsarzt und Forscher.
Der wohlhabende Wang, der durch Kryptowährungen zu Reichtum gelangte, trägt die gesamten Kosten der Mission, die auf etwa 50 Millionen Euro geschätzt werden.
Technikmuseum Berlin gibt Otto-Lilienthal-Medaille mit
Ein besonderes Symbol begleitet Rogge ins All: eine Medaille des Flugpioniers Otto Lilienthal aus dem Berliner Technikmuseum. Die Gravur „Non Omnis Moriar“ (Nicht alles von mir wird vergehen) soll an die Visionen vergangener Pioniere erinnern. Joachim Breuninger, Direktor des Museums, ist überzeugt, dass Rogges Interesse an Raumfahrt auch durch ihre häufigen Besuche dort in der Kindheit geweckt wurde.
Die Auswahl der Medaille erfolgte unter strengen Sicherheitsbedingungen. Sie musste robust sein und den Flugbedingungen standhalten. Rogge selbst sagte, sie nehme sie mit, um Lilienthal zu ehren, ebenso wie Gegenstände von Freunden und ihrer Familie.
Ausbildung in Norwegen und zufällige Begegnung mit Chun Wang
Rabea Rogge ist Doktorandin an der Universität Trondheim in Norwegen und forscht dort im Bereich Robotik für Polarexpeditionen. Ihren Weg ins All verdankt sie einer zufälligen Begegnung mit Chun Wang während eines Extremtrainings auf Spitzbergen. Dort lernte sie, bei minus 20 Grad zu überleben – ein Training für zukünftige Weltraummissionen.
Diese Begegnung veränderte ihr Leben. Wang wählte Rogge später als Pilotin für seine privat finanzierte Mission aus. Dieser Karriereweg sei laut Raumfahrtingenieurin Claudia Kessler jedoch schwer als Vorbild vermittelbar, da er stark vom Zufall geprägt ist.
Über 100 Kilometer Höhe zur offiziellen Astronautin
Erst ab einer Flughöhe von 100 Kilometern darf Rabea Rogge sich offiziell Astronautin nennen. Das legt die internationale Definition fest. Die Mission erfüllt diese Bedingung – damit geht sie in die Geschichte ein. Kessler betont die Bedeutung dieses Moments, gerade für junge Frauen in Deutschland.
Deutschland bekommt damit seine erste Frau im All – 49 Jahre nach dem ersten deutschen Raumfahrer Sigmund Jähn.
Quelle: RBB24